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Arosa vom Feinsten

Januar 18, 2017

Erst kürzlich war ich in einem Skiweekend in Österreich und musste bestürzt feststellen, dass die Schweizer Hotellerie sich da eine grosse Scheibe abschneiden sollte und in Sachen Gastfreundschaft viel nachzuholen hat.

Ich lag falsch.

Denn letztes Wochenende war ich im Waldhotel National in Arosa. Was mir dort an Herzlichkeit, Freundlichkeit und Service geboten wurde, ist meine Schweiz und der Grund, in meinem Land Ferien machen zu wollen.

Als grösstes Hotel in Arosa thront das Waldhotel hoch oben auf dem Hügel, sozusagen direkt neben der Skipiste. Ideal für Skifahrer, aber auch sonst wird man sich über den wunderbaren Blick auf die umliegenden Bergketten freuen!

Ursprünglich war das Haus ein Lungensanatorium, was man heute noch an den grosszügigen Balkonen erkennt, auf die die Patienten mit den Betten gerollt wurden, um die gute Luft zu geniessen.

Die lange Tradition ist im Waldhotel spürbar. Es strahlt eine gewisse Gediegenheit aus, ist aber nahbar und herzlich und man fühlt sich schnell wohl. Daran sind hauptsächlich die Menschen „schuld“, die dort arbeiten.

Vom Empfang übers Housekeeping, bis zum Servicepersonal am Tisch: Das auffällig junge Team lacht und ist immer hilfsbereit zur Stelle, ohne Hektik oder Stress zu verbreiten.

Genau das, was ich gebraucht habe. Ruhe. Kein Stress. Und ich fand das alles im Untergeschoss des Hotels im grosszügigen Spa. Nach meiner Finnland Reise hab ich ja die Sauna für mich wiederentdeckt. Im Waldhotel gibt es neben den regulärem Saunen auch ein freistehendes Häuschen mitten im Schnee, eine Finnensauna mit Fenster, die den Blick auf die Berge freigibt. Herrlich!!

  

Ruhe und Freude hatte ich auch mit meinen Kindern. Wir bezogen eine Familiensuite, die aus zwei Doppelzimmern bestand und durch eine Schiebetüre verbunden war. Für die Kids gab es spezielle Handtücher, bunte Bettwäsche, ein eigenes Reich und ein eigenes Bad, sie waren total happy! Und wir Eltern erst!! Die Zimmer sind modern, grosszügig und vor allem habe ich das Bett geliebt! Ich habe göttlich darin geschlafen.

Wer mit Halbpension bucht, hat genau das Richtige gemacht! Das Frühstücksbuffet ist grosszügig und reich, es gibt Karottensaft zum selber pressen, Eier in allen Variationen und fantastisches Brot. Abends wird man mit einem 5-Gänge-Menü verwöhnt. Das Essen schmeckt köstlich.

Die Gäste bekommen ihren Tisch zugewiesen, der für die Dauer des Aufenthalts für einen reserviert bleibt und mit Namen beschriftet wird. Auch hier ist alles eine Spur persönlicher, und wir waren begeistert von der tollen Kellnerin, die auch die Sonderwünsche der Kids stets mit einem Lächeln und einer Lockerheit erfüllt hat.

Spürbar ist der Spirit auf Schritt und Tritt, den vor allem der Direktor, Christian Zinn, versprüht. Seine Aufgabe ist seine Leidenschaft. Für ihn stehen hauptsächlich seine Mitarbeiter im Vordergrund, die ihren guten Job nur machen können, wenn sie sich wohlfühlen und mit dem Hotel identifizieren können. Und das gelingt.

Seit Mai 2014 ist mit ihm ein junger Direktor im Waldhotel, der Neues und Kreatives ins alterwührdige Gebäude bringt. Kein Winterfeeling im Dezember? Christian Zinn stellte kurzerhand ein Adventsdorf vor dem Hotel auf. Mit einem Kinderpass im Hotel gehen Kids auf Küchenführung, und an Ostern wird es zum Closing eine Kitchenparty geben, bei der man internationalen Spitzenköchen über die Schulter schauen und ihre Kreationen geniessen kann.

Die Quittung für diese Leidenschaft und Kreativität sind Spitzenplätze in den Hotelrankings. Und das hat das Waldhotel National auch wirklich verdient. Ich für meinen Teil bin aufrichtig begeistert. Schöne Hotels gibt es viele. Hotels mit Seele muss man hingegen suchen.

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