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Aus dem Tagebuch eines Diätversagers

April 13, 2018

Leute, ich bin keine 20 mehr. Das ist voll ok, bis auf die Tatsache, dass ich offensichtlich nicht mehr so viel essen kann wie früher, ohne dass es Konsequenzen hätte.

Also habe ich mir gedacht, ich achte ein bisschen mehr auf meine Ernährung. Ich habe beschlossen, Zucker aus dem Menüplan zu streichen, auf Alkohol zu verzichten und ganz nach Ayuverda, was ich ehrlich grossartig finde, plus vegan zu essen.

Nachdem ich das brav einen ganzen Morgen  durchgezogen und ein gesundes Mittagessen intus hatte, erlag ich dem Cheesecake, den meine Nachbarin mir unverhofft vorbeigebracht hatte. Ich mein, sorry, sie hat ihn extra vorbeigebracht!! Wie hätte ich nein sagen können… Danach war auch alles egal, das Wetter war schön, es schrie nach einem Apéro, und ich verschob mein Vorhaben auf den nächsten Tag.

Aber am nächsten Tag holte meine Tochter zur Wochenendüberraschung Brötchen beim Bäcker. Fädammt. Mein Plan erstickte im Keim. Den Tag darauf hatten wir Gäste, da kannst du sowas nicht durchziehen, und am Montag ging es wieder gut. Bis zum Mittagessen. Denn da lag dieser Schokohase, traurig und verwaist nach Ostern, und appellierte an meine Tierliebe. Ich war machtlos.

Ich hätte am Tag darauf gerne wieder angefangen, aber da wartete dieser wunderbare Ausflug in die Berge auf mich. Ich würde ja wohl nicht auf einem Freundinnen-Reisli schwierig tun und auf kulinarische Ausschweifungen verzichten! Restaurants, Bars, alles war schon auf der Timetable, es war einfach ein ganz schlechter Zeitpunkt für mein gesundes Vorhaben.

Uff. Morgen könnte ich wieder anfangen. Wahrscheinlich mache ich das. Zumindest bis zum Mittag. Gopf.

Ich bin ein Versager.

Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich und mein Schokohase haben noch ein Date. Es ist ja noch nicht morgen! Ich beiss ihm zuallererst in den Hintern. Und anschliessend mir selbst.

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