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Ausnahmezustand – zum Glück?

März 17, 2020

Corona hat uns alle fest im Griff. Das öffentliche Leben liegt fast lahm, und das nicht nur für ein paar Tage, sondern voraussichtlich für viele Wochen.

Leute haben keine Arbeit mehr, schliessen ihre Geschäfte, und wenn sie auch nur ein bisschen Verantwortungsgefühl im Leib haben, bleiben sie einfach zu Hause.

Und da passieren die ersten kleinen Wunder.

Ich hole für meine älteren Nachbarn Lebensmittel. Auf unserem Balkon finden schon erste Nachbarschaftstalks statt, jeder auf seinem Stockwerk, jeder auf seiner Seite, aber alle miteinander.

Auf Facebook, dem nichtsnutzigen Tool, wie es so oft beschimpft wird, verbreiten Menschen Online Kurse, mit denen Kinder beschäftigt und gefordert werden, andere erzählen Geschichten oder bringen anderen Menschen etwas bei, das sie besonders gut können.

Weniger Flugzeuge sind in der Luft, weniger Schiffe auf dem Wasser, weniger Autos zirkulieren, und die Natur atmet auf. Delfine tauchen wieder auf, wo sie vorher nicht waren.

Es ist also durchaus möglich, der Natur zu helfen, die so arg leidet! Wenn auch die Regierung diese Massnahmen aus anderen Gründen getroffen hat. Aber wir sehen: Es ist möglich.

Die Welt hat den Pausenknopf gedrückt. Und ich bin vielleicht ein Idiot, aber statt mich zu sorgen, atme ich seit langem endlich mal wieder durch.

Mein Einkommen für die nächsten Monate ist futsch, und es ist mir komplett egal. Meine Ferien sind gestrichen, und ich werde viel weniger Geld ausgeben in nächster Zeit – ich schaffe das schon. Und wenn nicht, wird mir geholfen, soviel weiss ich über die Schweiz und ihre Institutionen.

Was, wenn wir alle uns nicht sorgen? Was, wenn wir das Hamstern sein lassen und diese Zeit als Chance betrachten? Was, wenn zuhause bleiben die beste aller Optionen ist? Und wenn es das nicht ist zur Zeit – was, wenn wir es dazu machen können?

Die Welt hat den Pausenknopf gedrückt. Und das ohne, dass wir tatsächlich alle wie die Fliegen sterben. Wenn wir besonnen handeln, zuhause bleiben, warten, dann wird dieser Kelch mit diesem Virus an uns vorbeigehen.

Wir haben also allen Grund, diese Pause willkommen zu heissen. Lasst uns wieder lesen, mit den Kindern spielen, REDEN! Wer alleine wohnt, hat Zeit zum Entrümpeln, Zeit zum Lesen, Zeit für Gedanken – sie sind schliesslich der Grundstein für das nächste Handeln.

Wer mit Kindern wohnt, könnte ihnen Dinge im Haushalt beibringen! Zeigt auch den Kleinen wie man einen Staubsauger bedient, Spaghetti kocht, ein Brünneli putzt.

Oder hat jemand noch ein verstaubtes Instrument im Keller? Holt es hoch, nutzt die geschenkte Zeit!

Wir stehen am Anfang einer langen Auszeit, das ist mir bewusst. Noch gibt es eine gewisse Euphorie, noch ist man optimistisch. Irgendwann werden die Kinder nerven, irgendwann werden sie ungeduldig, und wir auch. Oder der Partner, denn die wenigsten sind sich gewohnt, so nah aufeinander zu hocken.

Aber all das kann eine Chance sein. Lasst uns die nutzen, damit das ganze Schlamassel auch etwas Gutes haben kann. Wir können die Situation im Moment nicht ändern, wir können sie aber langfristig ändern.

Bitte zirkuliert so wenig wie möglich, bleibt zu Hause, nehmt das alles ernst. Und zwar ohne Sorgen, denn das ist der Gesundheit am unzuträglichsten überhaupt!

Stay Safe, lasst uns das Beste daraus machen!

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