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Das Carlton in St. Moritz

Dezember 22, 2017

Es thront hoch über dem St. Moritzer See, das prächtige Carlton Hotel. Es ist eines der 6 5-Sterne-Hotels in St. Moritz und wohl darum etwas ganz Besonderes, weil es gerade mal 60 Suiten anbietet. Damit wird das Carlton zur intimen Oase für alle, die sich in St. Moritz nicht zeigen wollen, sondern die Schönheit der Gegend für sich geniessen wollen.

Aussen zwar prächtig, aber einfach. Innen dafür umso bunter und überraschender. Das Carlton ist auch darum etwas Besonderes, weil die Innenarchitektur vom berühmten schrillen Interieurkünstler Carlo Rampazzi stammt. Ich habe sein Design im Tessiner Hotel Eden Roc HIER schon vorgestellt.

Im Carlton wirken seine Kreationen völlig anders. Opulent zwar, wie man Rampazzi kennt, aber doch etwas dezenter. Nirgends im Hotel findet man Bilder an den Wänden, denn die Einrichtung soll Kunst für sich alleine sein. Und das ist sie. Schaut euch mal den Eingang zu meiner Suite an!

Besonders schön finde ich die Geschichte, dass das Haus 1913 von der letzten Zarenfamilie Russlands erbaut worden sein soll. Die Romanoffs hätten sich eine Residenz in St. Moritz gewünscht, und so begegnet man auch im ehrwürdigen Haus immer wieder Relikten aus dieser Vergangenheit. Seien das Skizzen vom kaiserlichen Schmuck oder alte Musiknoten, die man auf dem Dachboden gefunden haben will und in die Wände eingearbeitet hat.

Das ganze Haus wirkt wie eine prächtige familiäre Residenz. Jedes Stockwerk führt andere Farben, und überrascht mit kleinen Details, wie zum Beispiel dem Kühlergrill eines Bentleys, der in einen Stuhl eingearbeitet wurde.

Die Lobby sieht aus wie ein riesengrosses, feudales Wohnzimmer, wo man gemütlich Champagner Tee trinken, dem Pianisten lauschen und den Kamin geniessen kann.

Im Erdgeschoss befindet sich der Spa, wo es diverse Treatments gibt und im Bad sogar ein warmes Aussenbecken hat, wo man sich unter freiem Himmel in die die Sprudelblasen legt.

Was aber im Carlton besonders gefällt, ist die Herzlichkeit der Menschen. Mit Philippe Clarinval ist diese Saison ein neuer Direktor ins Hotel gezogen, dessen positive Art das ganze Haus erfüllt. Schon in seinem vorherigen Amt machte er sein 5-Stern-Hotel zum besten und freundlichsten der ganzen Schweiz, und ich zweifle keine Sekunde daran, dass er im Carlton den gleichen Spirit lebt.

 

Es stehen also neue Zeiten an für das Hotel mit dem Romanoff-Logo. Statt Gäste will man Freunde gewinnen. Die Menschen sollen sich wohlfühlen und das nicht nur im Hotel, sondern auch in der unmittelbaren Umgebung. Dabei hilft der Outdoorbutler Urs.

Urs Wiederkehr nimmt einen mit nach draussen, nicht nur um versteckte Plätze aufzusuchen, sondern auch um einem die Augen zu öffnen für all die Schönheit, die bereits da ist.

Er nahm mich mit auf eine Kutschenfahrt, zeigte mir die Bartgeier und Gämse, fütterte Vögel und wusste allerlei über die Tiere und die Gegend zu erzählen. Er schafft es wirklich, dass man die vermeintlich vertraute Umgebung mit neuen Augen sieht.

Und zu guter Letzt noch ein Wort zum legendären „Da Vittorio“. Die Familie Cerea, Betreiberin des mit 3 Michelin Sternen ausgezeichneten Da Vittorio in Italien, eröffnete vor einigen Jahren hier eine Dependance. Es ist nicht nur der Name, den die Cereas nach St. Moritz gebracht haben, sie stehen mit ihrem Handwerk und ihrer Leidenschaft dahinter, darum pendeln die einzelnen Familienmitglieder zwischen den Standorten hin und her.

Grundgütiger, das Essen ist zum Niederknien!! Ich hatte die Paccheri of my life! Und sie werden am Tisch vollendet und serviert:

Ein Besuch im „Da Vittorio“ ist ein Ausflug in den Gourmethimmel!

Ein Besuch im Carlton ist ein Ausflug in den Luxusthotelhimmel. Man wird, wie zu erwarten in einem derart hochkarätigen Hotel mit 5 Sternen, auf Händen getragen. Anders als an anderen Orten geschieht dies aber auf eine sehr persönliche und fast schon freundschaftliche Art und Weise getan.

Die Romanoffs hätten ihre helle Freude am Carlton gehabt! Und ich habe mich nirgends so sehr wie eine Zarin gefühlt wie hier…

 

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