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Der Hämmernöd-Tag

Mai 9, 2018

Kennt ihr ihn auch, den Hämmernöd – Tag?

Ich habe wieder mal einen eingezogen. Und zwar richtig!

Es begann schon am frühen Morgen. Ich raste noch in den Trainingskleidern hinaus in die Industrie, weil ich dort ganz dringend ein Mittel kaufen musste, das ich am gleichen Tag benötigte. Dringend!

Ich schlug dort also Punkt 10 Uhr mit hochrotem Kopf auf, japste den Namen des Fläschchens, das ich so dringend haben musste, und blickte in die ausdruckslosen Augen einer Frau, die in ihrem früheren Leben ein Schlumpf gewesen sein musste. HÄMMERNÖD sagte sie trocken. Als wäre es das normalste der Welt.

Wie, habt ihr nicht??! Aber ich BRAUCHTE es, dringend!!! Der Schlumpf zuckte mit den Schultern und schlurfte ungerührt davon. Ich bliebt wie erstarrt vor dem Regal stehen. Ich konnte doch jetzt nicht einfach wieder gehen!! Ich starrte weiter auf das Regal, wartete auf ein Wunder, auf den Erzengel Gabriel, der mir unter Harfenklängen dieses Mittel auf die Erde brachte! Es geschah nicht.

Ich rührte mich nicht vom Fleck. Ich konnte jetzt nicht einfach gehen, ich brauchte dieses Mittel, in diesem Spezialgeschäft, und niemand ausser denen konnte mir das geben!!! Und so fing ich panisch an, alle Fläschchen aus dem Regal zu holen, jedes einzelne! Ich las und analysierte mindestens 30 Stück, bis ich tatsächlich ein Produkt fand, das in Frage kam. Einfach 3mal so teuer wie dasjenige, das ich gebraucht hätte!!! Aber ich hatte wenigstens eins. Puh.

EAT THIS, Hämmernöd-Schlumpf!!!!

Völlig fertig mit den Nerven freute ich mich auf das Mittagessen mit einer Freundin. Alkohol! rief sie schon zur Begrüssung – sie ist wunderbar…  und so bestellte ich nach dem vormittäglichen Stress jovial 2 Gläser Champagner.

Hämmernöd.

Wirklich wahr. Hämmernöd, sagte die Bedienung. Es war ein Schlag ins Gesicht.Und ich muss nicht erwähnen, dass es die Mango-Rollen, auf die ich mich so gefreut hatte, nicht gab, obwohl sie auf der Speisekarte standen.

2 Stunden später gab es das Bauchtäschchen  nicht mehr, das ich für meine Auffahrtsreise kaufen wollte, und das Medikament, das ich für meine Mama abholen sollte, HÄMMER NÖD! Und abends beim Spaghetti kochen sagte ich es mir nochmals selber, als ich  Tomatenpüree suchte: Hämmer nöd.

Ich hoffe, der Hämmernöd-Tag hat seine Freude gehabt und lässt sich ganz lang nicht mehr blicken¨

Ab jetzt hämmer ein ganz langes Wochenende, und ich hoffe, ihr geniesst es alle mit allem, was ihr braucht!

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