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Der offizielle Vatertag

Juni 2, 2017

Diesen Sonntag ist zum 10. Mal offizieller Vatertag in der Schweiz. Ich nehme an, ihr habt ihn genauso wenig gefeiert wie ich?

Dabei haben es die heutigen Väter absolut verdient. Heutzutage ist es normal, dass sie sich an der Aufzucht ihrer Brut rege beteiligen. Sie wickeln nicht bloss ein, zweimal die Woche, sondern täglich. Sie geben den Babies die Flasche, gehen mit den Knirpsen in den Wald, kaufen ihnen Schuhe und stehen nachts auch auf.

Eine erfreuliche Entwicklung, und zwar für alle Beteiligten! Die Kinder erleben ihre Väter, sie erfahren, dass auch sie ihre Probleme verstehen und lösen können. Sie lernen ihren Vater kennen und haben mehr Eigenschaften innerhalb der Familie zur Verfügung, die sie kopieren und übernehmen können.

Die Mutter wird entlastet, nicht nur was die tatsächliche Arbeit angeht, sondern auch emotional und was die tausend täglichen Entscheidungen betrifft. Ausserdem festigt die gemeinsame Erziehung auch die Beziehung der Eltern.

Alles erfreulich und im Grunde sehen wir diesbezüglich einer freudvollen Zukunft entgegen. Nur ist der Weg noch lang. Sehr lang.

Denn wenn ein frischgebackener Vater in der Runde sagt, dass er jede Nacht zum Futterdienst um 2 Uhr aufsteht, bricht ein kollektiver Jubel und Applaus aus. Das sei dem Vater gegönnt, es ist ein hartes Stück, in der Nacht aufzustehen, wenn man früh am nächsten Morgen wieder zur Arbeit muss.

Wenn eine berufstätige Mutter nachts aufsteht, ist das ja wohl bitteschön das Mindeste. SIE wollte ja arbeiten, da hat sie’s nun!! Deswegen machen wir doch keinen Kopfstand!

Und wenn eine frischgebackene Mutter in der Runde sagt, dass sie wieder arbeiten geht, wird sie skeptisch nach dem Pensum gefragt. 2 Tage die Woche wird meistens erleichtert toleriert. Arbeitet sie mehr, fragt man sich wirklich, wozu sie denn eigentlich Kinder in die Welt gestellt hat!! Arbeitet sie weniger oder gar nicht, macht sie es sich schon wahnsinnig einfach.

Wenn ein Mann tatsächlich sein Pensum um einen Tag reduziert, staunt die Welt Bauklötze. Boah, der kniet sich aber voll rein in seine Familie! Wenn ER das tut, wow, da kommt uns schon mal das Augenwasser…

Ich höre auch oft, dass Männer, die ihre Kinder wickeln und füttern, nicht müde werden zu betonen, dass sie die EINZIGEN sind, die so etwas tun. Dass man so einen Mann, wie sie einer sind, weit suchen muss. Dass man schon auch ein biz dafür dankbar sein kann.

Nochmal: es ist toll, was diese Väter leisten! Ich spreche ihnen nichts ab! Aber es ist auch toll, was Mütter leisten. Es ist toll, was Eltern leisten!! Denn es ist neben all den Freuden und der Liebe und dem Herzigen einfach auch streng, vor allem mit Kleinkindern.

Ich wünsche mir nicht weniger Applaus für die Väter! Ich wünsche mir einfach nicht so viel Unterschied zwischen Müttern und Vätern. In der Regel haben sich zwei Menschen gemeinsam für eine Familie entschieden. Und man weiss vorher einfach nicht, worauf man sich tatsächlich eingelassen hat. Deswegen ist es so wichtig, dass Mutter und Vater sich gegenseitig unterstützen.

Ich wünsche mir, dass wir irgendwann einfach Eltern sind. Dann haben unsere jeweiligen Berufe und persönlichen Bedürfnisse auch mehr Platz. Und ja, ich bin der Meinung, dass Eltern unbedingt persönliche Bedürfnisse haben sollen und nein, wegen der Elternschaft muss man nicht aufhören, sein eigenes Leben zu leben!

Letztlich profitieren alle davon. Die Kinder am meisten. Aber auch die Eltern. Ihr erinnert euch an diesen Artikel, wie Eltern lieben? Eine liebevolle Beziehung beinhaltet Unterstützung. Nicht nur mentale, sondern auch tatkräftige.

Vielleicht haben wir irgendwann mal einen gemeinsamen Elterntag? Das wär doch was.

Ich wünsche allen Vätern einen schönen Vatertag. Ich wünsche, dass auch getrennte Eltern, bzw. getrennte Mütter das Gute sehen, dass der Vater ihrer Kinder in ihr Leben bringt. Väter sind toll, ich wünschte, ich hätte meinen noch… Sie sind wichtige Figuren in unserem Leben.

Happy Vatertag!

Bild Flickr CC by Marnix Bras

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