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Essen Teilen

November 15, 2017

Es ist chic, hip, und momentan der absolute Trend: Food sharing.

Man bestellt im Restaurant diverse Mahlzeiten und lässt sie allesamt auf den Tisch stellen – und dann langen alle zu. Sharing is caring.

Aber nicht für mich.

Ich teile mein Essen nicht gerne.

Zum Einen passen all die Lebensmittel überhaupt nicht zusammen. Zum Anderen habe bei diesem Sharing-Konzept gar keinen Überblick, wieviel ich eigentlich gegessen habe. Und es wird kalt. Und ich habe gar keine Lust auf ALLES! Ich hätte allenfalls Lust auf das EINE Gericht, aber davon kann ich ja nur einen Löffel nehmen, weil sonst die anderen leer ausgehen!

Es ist ein Fluch.

Ich mag es auch nicht, wenn man mir in den Teller langt. Ich HASSE das! Grundsätzlich kann man von mir ja alles haben. Wenn man meinen GANZEN Teller will, gebe ich ihn von Herzen. Wirklich! Aber stückchenweise rausfischen? Nein. NEIN!

Das führt natürlich zu Unstimmigkeiten, wenn man einen Partner hat, der so etwas liebt! Meiner zum Beispiel.

Einen Ego nennt er mich. Knauserig. Verfressen.

Er will doch nur probieren! Und ein Viertel meines Tellers ist weg. Er gibt mir schliesslich auch von seinem, verteidigt er treuherzig seinen Frevel! Aber sein Essen will ich gar nicht. Ich will, was ich bestellt habe! Ich offeriere regelmässig, ihm die ganze Speisekarte zusätzlich zu ordern. Aber das will er natürlich nicht. Er will meins.

Aber ich teile meine Essen nicht.

Vielleicht sind das noch Überlebens-Urinstinkte. Vielleicht kann ich gar nichts dafür, und die Evolution ist schuld an diesem Umstand und ich bin einfach noch nicht so weit.

Es gibt ja inzwischen Restaurants wie das Igniv oder auch das Widder in Zürich, die so grossartiges Essen im Multipack servieren, dass ich kapituliere. Aber lieber ist mir immer noch mein eigener Teller. Sharing is caring, ja ja, aber heller ist mein eigener Teller.

Oder so.

Photo by Mikkel Bendix

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