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Orgasmen

Februar 23, 2017

Orgasmen, werte Herren, sind ein rares Gut. Zumindest bei Frauen. Zumindest beim Zusammensein mit euch. Es ist himmeltraurig, aber wahr: Viele Frauen kommen nicht. Einfach so.

Sie beenden den Sexualakt nicht ohne Weiteres mit einem Aufbäumen, Schäumen, Zittern und Zucken – im Gegenteil. Manchmal entwickelt sich der Sex nach einer Anlaufphase wahrhaftig rückwärts. Er wird langweilig, anstrengend, im schlimmsten Fall sogar schmerzhaft. Und da manch eine Frau – während der Beischläfer schweisstropfend und ächzend rammelt, dass sogar der Lattenrost vor  fremdschämen quietscht – weil also manch eine bedauernswerte Frau diesen elenden Zustand keine Sekunde länger ertragen kann, stöhnt sie halt rasch kurz auf und hofft inständig, er möge von ihr ablassen.

Nicht, dass ich das nicht nachvollziehen könnte, und Sie, werte Herren, haben da sicherlich auch Verständnis für, aber trotzdem: Das bringt doch nichts. Orgasmus faken ist kontraproduktiv, meine Damen. Es entsteht kein Lerneffekt – weder bei ihm, noch bei ihr – und man schneidet sich letztlich ins eigene Fleisch.

Die Fakten zeigen allerdings, dass der vorgetäuschte Orgasmus weit verbreitet ist. Eine Studie ergab:

  • 90 Prozent von ihnen spielen dem Partner einen Orgasmus vor. Die Gründe dafür können durchaus unterschiedlich sein.
  • 41 Prozent der Frauen wollen damit ihrem Partner bestätigen, dass er ein guter Liebhaber ist, 
  • 25 Prozent versuchen damit zu erreichen, dass der Partner schneller zum Höhepunkt kommt. 
  • 16 Prozent der Frauen glauben, ihrem Partner den Orgasmus schuldig zu sein.
  • 15 Prozent trauen sich einfach nicht, dem Mann zu gestehen, dass er es nicht geschafft hat, sie zum Höhepunkt zu bringen.

Im Zusammenhang mit dem Orgasmus entsteht zwischen Paaren oftmals Stress. Männer glauben, dass sie es einer Frau besorgen müssen. Dass sie nur dann gute Liebhaber sind. Dass ein Orgasmus der einzig wahre und vernünftige Grund ist, um überhaupt Sex zu haben. Aber für viele Frauen ist es total ok, wenn sie nicht kommen.

Sie geniessen die innige Verbundenheit mit dem Partner. Die Nähe. Seine Erregung.

Je mehr Männer das akzeptieren, umso leichter wird es Frauen fallen, sich gehen zu lassen. Der Stress im Kopf, dass man jetzt unbedingt einen Orgasmus haben muss – nicht für sich selber, sondern für ihn – macht das Kommen erst recht zur Tortour.

Darum, liebe Frauen, hilft nur eins: Ihr müsst ehrlich sein. Und euch Männern kann ich nur raten, dass ihr den Weg vermehrt zum Ziel macht.

Je entspannter der Sex wird, umso schöner. Und umso einfacher, einen Höhepunkt zu haben. Bei Frauen hängt das unmittelbar mit der Psyche zusammen.

bild flickr cc by gerado diego ontiveros

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