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Sonntagsbrunch

März 12, 2018

Wieder ist ein Sonntag vorbei. Wieder haben sich die Restaurants mit lustigen Gruppen gefüllt, die gemeinsam brunchen waren. Brunchen ist nämlich total chic. Brunchen, diese unheilige Mischung aus Herumsitzen und Völlerei.

Wer hat eigentlich damit angefangen? Und WARUM??

Sorry, aber ich bereue wieder mal bitterlich, dass ich gestern an so einer Brunchtafel mitgemacht habe. Ich habe selbstverständlich viel zu viel gegessen, ständig zerrissen von der Frage, ob es etwas Süsses oder doch etwas Salziges sein soll. Am Ende nimmt man alles, abwechslungsweise, und es wird einem schlecht.

Den ganzen restlichen Tag verbringt man dann mit Unmut. Zwar ist man völlig vollgestopft, aber oral irgendwie doch nicht befriedigt. Es war schliesslich kein richtiges Essen!! Es waren stets kleine Teller mit irgendwas. Und davon viel zu viel. Aber richtig gegessen hat man halt eben nicht.

Ausserdem machen es sich die Gastronomen doch ziemlich einfach, dafür, dass man letztlich so viel hinblättert wie für ein Züri Geschnetzeltes in der Kronenhalle! Sie packen ihre Resten der Woche aufs Buffet, und der Gast muss sich dort auch noch alles selber holen.

Wobei das dann auch die einzige Bewegung ist. Beim Brunch sitzt man, und zwar über Stunden!!!

All you can eat. Und wir können ja alle, viel zu viel! Schliesslich muss man die hingeblätterte Kohle irgendwie rausholen! Wieviele Scheiben Zopf müssen demnach in den Schlund, damit sich das rentiert?

Nein wirklich, Brunch ist doch albern. Nie wieder.

Das sage ich jedesmal. Ich weiss jetzt schon ganz genau, dass es nicht viele Sonntage dauern wird, bis ich wieder dabei bin. Schliesslich ist es ja gemütlich und gesellig! Und irgendwie eben doch chic. Uff, ich lerne es nie.

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