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Tabuzone Bad

Juli 29, 2016

Aus Erzählungen und eigener Erfahrung  beobachte ich folgende Saumode in langjährigen Beziehungen:

Die Grenzen zum Bad werden einfach so in Luft aufgelöst und ignoriert.

Wenn man beispielsweise auf dem stillen Örtchen ist, latscht ungefragt dauernd jemand rein und spricht mit Zahnbürste im Mund auf denjenigen, der auf der Schüssel hockt, ein. Oder jemand holt und bringt laufend Dinge ins Bad, während man eigentlich eben dieses STILLE Örtchen, im wahrsten Sinne des Wortes, für sich alleine nutzen möchte!! Mindestens so schlimm: Der auf der Schüssel sitzt, ruft und heept in die Räume hinaus und lässt die Menschheit an seinen Geräuschen und Tätigkeiten teilhaben.

Gahts no?!!!!

Ich habe Zuhause mit Fanfaren, Pauken und Trompeten angekündigt, dass jeder, auch Minderjährige, zur Not mit körperlicher Gewalt aus dem Bad geprügelt werden, wenn ich es besetze. Be-set-ze. Besetzt. Meins. Aus!!!!

Männer sehen das merkwürdigerweise oft als Vertrauen und Nähe an, dass man diese intimsten Orte füreinander öffnet. Ich finde es einfach nur schlimm! Nach vielen gemeinsamen Jahren verschwimmen ohnehin viel zu viele Grenzen! Man tut Dinge, die man anfangs NIE getan hätte! Furzen zum Beispiel, liebe Männer, das macht ihr offenbar ungeniert, gern und oft daheim. Das. Wollen. Wir. Nicht. Hören!!! NOT! Und schon gar nicht riechen!

A propos riechen: Mundgeruch. Macht sich da irgendjemand nach vielen Beziehungsjahren noch Gedanken? Erinnert ihr euch an die erste gemeinsame Nacht, als am nächsten Morgen dies die grösste aller Sorgen war?? Ich habe sogar Freundinnen, die kurz vor dem Morgengrauen rausgeschlichen sind, um ihr Make Up zu richten, damit sie beim Aufwachen wie eine Eins aussehen!!!

Natürlich ist es ein Privileg von Paaren, die lange zusammen sind, dass sie sich miteinander entspannen können. Aber entspannen bedeutet noch lange nicht, lasch zu werden. Denn das ist unsexy.

Auch wenn man schon so viele Seiten voneinander kennt, die Schönste von sich zu zeigen, sollte immer noch erstrebenswert bleiben. Und meistens ist man halt erst schöner, wenn man wieder aus dem Bad heraus kommt.

Nennt mich Bad Girl, aber das Bad teil ich mit niemandem!

Flickr CC by philflieger

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  • Sandy Jud August 3, 2016 at 9:10 am

    Hallo Tamara

    Habe mit Schmunzeln Deinen Blog gelesen… also in vielem stimme ich Dir ja zu, aber in einigem bin ich da schon grosszügiger mit den lieben Männern… 🙂

    Siehe auch: http://www.sanjustar.com/blog/2016/08/02/wo-wenn-nicht-da/

    Liebe Grüsse und weiterhin viel Erfolg und gute Ideen!
    Sandy

  • Dario Dezember 29, 2016 at 3:38 pm

    Naja liebe Motte, magst ja in einigen Punkten recht haben.. aber hättest Du es Dir nicht verkneifen können, uns mit der effektiv gewöhnungsbedürftigen Ansicht Deiner Beine in der Badewanne zu verschonen?