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Widder Bar & Kitchen

Oktober 4, 2017

Das Hotel Widder in der Zürcher Altstadt ist legendär. Nicht nur die Bar mit ihren Jazzkonzerten, sondern auch die Wände des Hotels und seinem Restaurant wissen viel von der Geschichte Zürichs zu erzählen und gehören einfach zur Stadt wie Felix und Regula.

9 Monate waren Bar und Restaurant für einen grossangelegten Umbau geschlossen. Jetzt sind die Tore wieder offen.

Die Bar hat gar nicht so viel an Gesamteindruck verloren. Die Details sind modernisiert, ohne dass etwas vom Charme des Altstadtbaus verloren gegangen wäre. Das Wichtigste aber: die Bar ist jetzt räumlich endlich mit dem Restaurant und somit den oberen Stockwerken verbunden.

Nicht nur räumlich – die Drinks der Bar schaffen es auch nach oben auf die Speisekarte. Dies ist ein absolutes Novum: Die Speisekarte ist nämlich nicht nach Vorspeisen, Hauptgerichten und Nachtisch sortiert, sondern nach Geschmäckern.

Und so findet sich der Trüffelwhiskey unter den Trüffeltagliatelle aufgelistet, der Basilikum-Gin gleich beim Thunfischtatar.

Man fragt sich vor dem Essen schlicht, auf welchen Geschmack man heute Lust hätte: Zitroniges, Curry oder Rauchiges? Und unter diesen Überschriften sind die Gerichte dann aufgelistet. Serviert werden sie in Schalen, die auf dem Tisch fröhlich geteilt werden sollen. Damit wird das Essen zum gesellschaftlichen Happening.

Die Qualität der Speisen ist exzellent. Sie werden wohl etwas schneller kalt auf dem Tisch, das muss man schon sagen, aber die Freude und der Austausch beim Ausprobieren am Tisch machen das wett. Rauchpralinen sind ein wahres Ess-Erlebnis, aber auch der Klassiker Sushi ist aussergewöhnlich, weil aussergewöhnlich gut.

     

Das Auge ist bekanntlich mit, und die Sinne werden auch vom bunten Geschirr und der geschmackvollen Ausstattung des Restaurants verwöhnt. Möbel und Besteck wurden eigens angefertigt, die Tischplatten sind aus Leder und auch das Licht sorgt für ein spezielles Ambiente.

Wer nicht in einer der Stuben Platz nehmen will, bezieht die offene Showküche. Dort kann man den Köchen beim Hantieren zusehen und mit anderen Gästen in Kontakt kommen.

  

Was mir persönlich am besten gefällt, ist das auffällig sympathische Personal. Zuvorkommend, kompetent und charmant – die herzlichen Gastgeber eben, die  einen grossartigen Job machen.

Das neue Konzept ist jung und unkompliziert und geht mit der Zeit. Das Direktorenehepaar Jan und Regula Brucker hat grossartige Arbeit geleistet. Es ist nicht einfach, Tradition immer wieder zu modernisieren und am Leben zu erhalten. Für mich ist ist das im Widder gelungen.

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